Wenn am Samstag wieder über 150.000 Besucher das wundervolle Welterbe Oberes Mittelrheintal aus Anlass der Traditionsveranstaltung „Rhein in Flammen“ besuchen werden, blicken sie auch mit Freude auf das angekündigte Feuerwerk entlang der Rheinufer von Spay über Lahnstein bis zum Höhenfeuerwerk von der Festung Ehrenbreitstein. Dort erwartet die Besucher nach der Premiere 2025 auch in diesem Jahr wieder ein neuer Baustein: Eine Drohnenschau mit über 800 Drohnen.
Doch wenn sich der Pulverdampf der Feuerwerkskörper schon längst verzogen haben wird, kommt es im politischen Raum mutmaßlich zu einem erneuten Knall. Denn kurz vor dem touristischen Jahreshöhepunkt an diesem Wochenende, beklagen Bündnis90/Die Grünen mit fadenscheinigen Argumenten die Traditionsveranstaltung „Rhein in Flammen“ und fordern sogar per Petition eine Absage des Feuerwerks.
„Die Grünen agieren wie die AfD mit Populismus. Kurz vor einer über Jahre geplanten Veranstaltung zu fordern, dass das Feuerwerk als Höhepunkt abgesagt werden soll, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Knaller und ein Rohrkrepierer zugleich“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FREIE WÄHLER Fraktion im Koblenzer Stadtrat, Christian Altmaier, der zugleich auch die Tourismuspolitik über Jahrzehnte in Koblenz und am Mittelrhein begleitet. Er erinnert an die Bedeutung der Urmutter aller Feuerwerke am Rhein für Gastronomie und Hotellerie und zeigt sich verärgert, dass eine solche Forderung gestellt wird, ohne die Sachargumente abzuwägen. „Sowohl die Veranstalter als auch die Koblenzer Berufsfeuerwehr sehen dem Feuerwerk gelassen entgegen. Der Festungshang wird wie immer bewässert, um einen Brand ausschließen zu können. Entgegen der falschen Tatsachenbehauptung der Grünen wird das Wasser nicht aus dem Rhein genommen, sondern aus der Zisterne der Festungsanlage selbst, die über enorme Kapazitäten verfügt“, erklärt das langjährige Ratsmitglied. „Mit absoluter Ahnungslosigkeit Stimmung zu verbreiten, um Stimmen zu gewinnen, ist gegenüber den vielen die sich rund um „Rhein in Flammen“ – auch ehrenamtlich – engagieren unanständig.“
Die letzte Besucherumfrage von „Rhein in Flammen“ habe zudem ergeben, dass sich 90% ein Feuerwerk wünschen und dies zum Markenkern der Veranstaltungsreihe gehöre. „Es kommen keine 150.000 Besucher für eine klapprige Drohnenschau, auch wenn die Wunschvorstellung bei Hirsegebäck und Hibiskusblütentee im grünen Debattierkreis vorherrschen mag“, spitzt Altmaier die Diskussion zu. Wenn man „Rhein in Flammen“ ohne Feuerwerk als Grüne wolle, wäre es so wie Rock am Ring ohne Musik abzuhalten – weil die laut ist. Auch das Argument Tierschutz sei völlig abwegig, „denn die 20 Minuten Feuerwerk sind auch nicht schlimmer, als ein Unwetter mit Donner und Blitzen“, so Altmaier, „oder werden Grüne nun auch ein Verbot von Blitz und Donner fordern, so wie sie jetzt auch das Feuerwerk zu „Rhein in Flammen“ verbieten wollen?“ Dennoch sei die Ergänzung des Feuerwerks mit der Drohnenschau, zu der 2025 über 400 Drohnen in die Luft stiegen und in 2026 über 800 Drohnen für 12 Minuten ein neuartiges Erlebnis sorgen werden, sinnvoll.
Der FREIE WÄHLER-Fraktionsvorsitzende Stephan Wefelscheid ergänzt die Kritik seines Ratskollegen an den Grünen auch mit dem Blick auf die gelungene interkommunale Zusammenarbeit zu „Rhein in Flammen“. Denn über Jahrzehnte lief die Veranstaltung unter der Federführung der rheinland-pfälzischen Tourismusagentur, bis diese kurzfristig die Verantwortung niederlegte und in einem Zusammenschluss der Städte Lahnstein und Koblenz, sowie der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, eine eigene Gesellschaft gegründet wurde. „Seit der Neuaufstellung der Traditionsveranstaltung ist „Rhein in Flammen“ auch gelebte interkommunale Zusammenarbeit. So ein Vorstoß ohne Rücksprache mit der Stadt Lahnstein und der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, ist ein Affront gegenüber unseren Partnern“, bewertet Wefelscheid die Grünen-Petitions-Posse und die Forderung nach einem Feuerwerk-Verbot.
FREIE WÄHLER sehen der Debatte über das Feuerwerk zu „Rhein in Flammen“ gelassen entgegen. „Es ist eine gute Tradition seit 1954, die wir bewahren sollten und die für die Wirtschaft in der Region von besonderer Bedeutung ist. Nicht nur Hotellerie und Gastronomie profitieren, sondern auch der gebeutelte Einzelhandel und letztlich auch der Standort Koblenz und die Region56“, finden Altmaier und Wefelscheid abschließend.